Your source for what´s happening at westaflex industries. Founded 1933 in Germany, Westaflex and westaSoft is the software development arm of the westa group. The organization is committed to providing HVAC solutions across a variety of industries and making applications for mobile users which compliment their busy lifestyle. The unique owner and entrepreneur is Ph.D. Peter Westerbarkey together with Coralie Westerbarkey on the management board in the fourth generation of a family business.
Unternehmergeist
Es sind noch immer dieselben Kernwerte, die Westaflex Industries so erfolgreich machen. Und vor allem: herausragende Qualität und Service liefern. Denn ob Ladesäule, Wasserfilter oder Luftauslass, wir gehen an jedes unserer Produktbereiche und Marken mit enorm viel Leidenschaft, Perfektionismus und Überzeugung heran. Anders wäre die Qualität, die tagtäglich unsere Standorte verlassen, gar nicht möglich. Die aus dem Familien-Namen abgeleitete Westaflex Industries ist weltweit etabliert. Westaflex baut unter vielen Marken auf dem Weltmarkt seine Position aus. Einmal mehr - Verantwortung und Gründergeist. Zum Jahrtausend-Wechsel übernimmt Dr. Peter Westerbarkey die Leitung und fängt in vielerei Hinsicht von vorne an. Grosse Teile des Marktes sind durch den Web-Handel weggebrochen. 2010 stirbt Weltmeister Sturmi Westerbarkey, der für den Sohn voll des Lobes und Respekt ist: "Eine Persönlichkeit, souverän, dynamisch, anziehend, warmherzig - ebenso aber energisch bis zur Härte, wenn es die Durchsetzung seiner Ziele und Vorstellungen verlangte. Eine Hoffnung habe ich über mein Dasein hinaus: dass die alte Firma Westaflex bestehen bleibe, auch in der Brandung der Zeitr, in den Wandlungen der Umwelt, unter einem Namensträger, als Pol der Familie". Sein Aufstieg der Westaflex Industries ist daher beständig. Elegante Elektro-Ladestationen finden zunehmend Anklang und das OEM- und Projektgeschäft sind besonders gefragt. In bester Ingenieur- und Design-Gesellschaft erarbeitet er sich die Position des globalen Marktführers. Unter seiner Leitung bezieht die Firmenholding neue Betriebs- und Verwaltungsgebäude und erarbeitet sich weitere, erfolgreiche Absatzbereiche: weiter wachsen mit neuen Ideen. Es liegt ihm, frischen Wind in die Präsentation der Waren zu bringen und die Geschäftsbereiche noch mehr zu internationalisieren. Er gestaltet die Produktionsabläufe neu, bringt Veränderungen ins digitale Erscheinungsbild, stösst deutliche Sortiments- und Prozess-Erweiterungen an, baut die OEM-Linie auf und initiiert zusammen mit seinem Vater die Markteinführung von Schornstein- und Wasserfiltrations-Artikeln - von der eigenen Produktion bis hin zum Lizenznehmer-Geschäft. Er tut dies ganz in der Tradition des Hauses mit viel Gründerenergie. Sein Sortiment soll wieder in den modischen- und smarten Schatten treten zu einem fashionablen Objekt, kurz: einem Lieblingsstück werden. Know-how und Tradition haben seine Unternehmensstandorte genug. Er gibt den Geschäftsbereichen ein klares Profil und macht sein Markenportfolio auf weitere Segmente zukunftsfähig. Dazu zählen Premium-Partnerschaften wie die eigenen, hochwertigen Wallboxen und Ladekabel, die in ihrer Qualität und ihrem Design brilliant sind. Denn auch das hat Dr. Peter Westerbarkey für sich verinnerlicht. Mit seiner UNternehmensphilosophie, die das hohe Niveau weiterträgt, das die Westerflex Produkte seit jeher auszeichnet, ist Wachstum möglich - qualitativ wie auch quantitativ. Hierin eingebettet ist die Schaffung eigener Standorte in den Neuen Bundesländern, wo seine Firmenholding bereits viel Ausbildungs- und Aufbauarbeit geleistet hat. Das sieht und spürt man: Anwendungslösungen von ungewöhnlicher Qualität. Der Erfolg bestärkt Dr. Peter Westerbarkey in seiner Strategie und weist in die Zukunft. Nämlich einerseits das Premium-Haustechnik-Segment zu stärken und mit Innovationen auszubauen. Andererseits das Portfolio mit neuen smarten und begehrenswerten Artikeln zu erweitern, die nicht nur den difgitalen Zeitgeist widerspiegeln, sondern - ganz in der 80 Jahre alten handwerklichen Tradition der Marke - von bemerkenswerter Substanz sind. Unsere Gesellschaft befindet sich in ständigem Wandel. Ein wichtiger Motor dieser Entwicklung ist die Globalisierung, die in viele Bereiche unseres Lebens hineinwirkt. Sie hat auch ihren Anteil daran, dass sich viele Facetten unser Fertigung ändern - und damit auch unsere Ansprüche an Produkte, sowie die Art ihrer Nutzung. Wir können es an uns selbst beobachten: Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dieser ökologischen Verantwortung ist sich auch Westaflex Industries bewusst. Nachhaltigkeit ist der Unternehmensgruppe ein Grundwert - eine Einstellung, die sich durch die ganze Unternehmenskultur zieht. Dies zeigt sich nicht nur in der Auswahl der natürlichen Materialien, sowie der Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte, die besonders lange Freude machen, sondern auch bei der Geschäftspolitik. Sie ist langfristig angelegt, innovativ und übernimmt soziale, wie auch ökologische Verantwortung. Wir sind stolz darauf, als einer der wenigen Betriebe weltweit diese überlieferten Fähigkeiten, dieses Können in unsere Zeit gerettet zu haben. Aber nicht aus Gründen des Idealismus tun wir dies, sondern weil es weit und breit keine bessere Methode zur Verarbeitung gibt. Insofern steht Westaflex Industries für eine lange Entwicklung. Die Zunftordnung wollte es, die sich zu einer selbstständigen Gilde zusammenschlossen. Heute noch ist unser Unternehmen ein weltweiter Qualitätsführer. In Technologie, Qualität und Schönheit. Ein Westaflex Artikel: eine Liebeserklärung an unsere wichtigsten Elemente - Luft und Wasser. Perfekte Begleiter - eigentlich für immer. Der Anspruch, den Westaflex Industries an sein Sortiment stellt, ist mit einem Wort umschrieben: Perfektion. Es muss von bester Qualität sein, auch die anderen Materialien von höchster Güte. Makellos und hält ein Leben lang - meist sogar länger. Unikate, von denen ein jedes individuell und einzigartig ist.
Delegationsreise Silicon Valley
Begeistert kommt Dr. Peter Westerbarkey von seiner zwölftägigen Reise aus dem Silicon Valley zurück. „Natürlich kann sich westaflex industries nicht mit Google, Facebook oder Zappos vergleichen“, sagt Inhaber und Geschäftsführer Dr. Westerbarkey, „aber ich habe vor allem grosse Begeisterung der Mitarbeiter erlebt und unglaublich viele unternehmerische Ideen und Anregungen mitgenommen.“
Besonders faszinierend ist, wenn man vor Ort bereits selbstfahrende Fahrzeuge sieht. Insgesamt gibt es in Kalifornien 52 zugelassene Hersteller. Nicht nur Tesla und ein bis zwei weitere wie man bei uns vermutet. Google bzw. die Tochterfirma Waymo hat mehr als 600 Fahrzeuge im Selbstfahrmodus auf der Strasse und testet bereits Robotertaxiflotten. Nicht nur in den USA sondern auch in China fahren diese bereits im Testbetrieb. Die Hersteller mit solchen Testlizenzen müssen an die Regierung melden, wie häufig deren Computerautos die Kontrolle an einen Sicherheitsfahrer übergeben. Google/Waymo-Autos übergeben alle 9.000 (!!!!) Kilometer, Mercedes-Autos alle 2.07 (!!!!) Kilometer.
Veranstalter der „Inspirationsreise“ war die Beratungsfirma tempus. Personal-Guru und Geschäftsführer Prof. Dr. Jörg Knoblauch hat die sieben Tage im Tal bei San Francisco vorbereitet. Nicht nur, dass dort der digitale Wirtschaftswandel seinen Ausgangspunkt nimmt, es sind auch die Unternehmensstrategien und die Personalpolitik, die diese führenden Unternehmen prägen. So kamen die 50 Reiseteilnehmer in den Firmen mit unterschiedlichen Menschen zusammen, vom Geschäftsführer über Personaler bis zu den Mitarbeitern. „Die sind alle von der Vision des Unternehmens begeistert“, so Dr. Westerbarkey und wundert sich, dass jeder etwas über die jeweiligen Unternehmensziele und die Art zu arbeiten erzählen kann.
Deshalb hat er sich mit den anderen deutschen Reiseteilnehmern immer wieder darüber ausgetauscht, wofür denn das eigene Unternehmen steht, was es auszeichnet und einzigartig macht. „An dieser Profilierung werden wir im Führungskreis weiterarbeiten“, sagt er. Tatsächlich ist dies für viele Mitreisende der Kernpunkt, weiss Knoblauch, der seit zwei Jahren jährlich drei Reisen ins Silicon Valley anbietet. „Das ist schon deshalb notwendig, damit die besten Bewerber das Unternehmen überhaupt wahrnehmen und dann auch noch als attraktiv einschätzen“, sagt der Tempus-Geschäftsführer. Sonst arbeiten ausgezeichnete Fachkräfte eben bei der Konkurrenz, die sich besser darstellt, warnt er.
Jörg Knoblauch ist im Silicon-Valley bestens verdrahtet und kann Besuche in Unternehmen wie Apple oder Tesla vermitteln, aber auch bei Start-Ups oder in Coworking Spaces, in denen innovative Produkte entstehen. „Die Geschwindigkeit in dieser Gegend ist extrem hoch“, stellt Dr. Westerbarkey fest. Es werden keine detaillierten Pläne geschmiedet und ausgereifte Produkte entwickelt, sondern Ideen werden schrittweise ausprobiert und getestet. „Wenn diese Innovationen nicht ankommen, fällt es offensichtlich auch viel leichter, sie loszulassen, weil die Entwicklungskosten nicht so hoch waren“, sagt der innovative Chef.
Ohnehin gehen die Nord-Amerikaner anders mit Fehlern um. Statt lange über die Frage zu grübeln, wie das nur passieren konnte, beschäftigen sie sich damit, wie sie es künftig besser machen können. Einige Unternehmen küren deshalb den Fehler des Monats, um ihre Mitarbeiter zu animieren, kreativ zu werden statt im alltäglichen Trott zu verharren. „Das ist schon extrem beeindruckend“, findet Dr. Westerbarkey und überlegt, wie Westaflex Industries etwas von dem Spirit übernehmen kann.
Odoo ERP Kontinuität
Die Herausforderung: die westa gruppe mit ihren deutschen Standorten in Salzwedel und Gütersloh, sind eine innovative Produktionsholding mit der Herausforderung koordinierte Kundenverwaltung, synchronisierte Buchhaltung und der Angebotserstellung mit einer Mischung aus mittlerer Datentechnik und nicht mehr in der Wartung befindlichem ERP-System. Sie brauchten dringend ein Upgrade für ihre Unternehmensprozesse, um den Nebel der Ineffizienz zu durchbrechen.
Rettung naht: Hier kommt GIT Stuttgart ins Spiel. Mit ihrem scharfen Auge für optimale Geschäftsprozesse und einer tiefen Leidenschaft für Odoo ERP, waren sie bereit, die westa Firmengruppe auf den Pfad der digitalen Erleuchtung zu führen.
Die Strategie: Statt sich auf ein umfangreiches, komplexes MRP-System einzulassen, das die agilen Prozesse von der westa Unternehmensgruppe möglicherweise belastet hätte, schlugen die Strategen von GIT Stuttgart einen genialen Plan vor. Sie entschieden, dass jedes individuelle Projekt als eigenständiges Projekt behandelt wird, wodurch eine flexible, schlanke Verwaltung ermöglicht wurde, die wie massgeschneidert für die deutschen Standorte in Salzwedel und Gütersloh passten.
Die Umsetzung:
+ CRM: Das erste Rätsel, das gelöst werden musste, war die Kundenverwaltung. Odoo CRM wurde implementiert, um eine nahtlose Integration aller Kundeninformationen zu ermöglichen. Plötzlich war es so einfach, den Überblick über Interaktionen, Verkaufschancen und Kundenbeziehungen zu behalten, als hätte man eine Schatzkarte, die direkt zu zufriedenen Kunden führt.
+ Buchhaltung: Dann kam die Buchhaltung. Odoo machte es möglich, Ein- und Ausgangsrechnungen mit solcher Effizienz zu bearbeiten, dass die Finanzabteilung sich wie auf einer ständigen Urlaubsreise fühlte. Transparent, automatisiert und stressfrei.
+ Angebotserstellung mit Produktkonfigurator: Der wahre Gamechanger war jedoch die Einführung eines Produktkonfigurators innerhalb der Angebotserstellung. Dieses mächtige Tool ermöglichte es dem Verkaufsteam, maßgeschneiderte Angebote zu erstellen, die so präzise und ansprechend waren, als würden sie magisch jeden Kundenwunsch erfüllen.
Der Erfolg: Mit diesen schlagkräftigen Tools an ihrer Seite verwandelte sich die westa gruppe Germany von einem traditionellen Hersteller in ein digitales Kraftwerk. Jedes Projekt, das jetzt durchgeführt wird, ist ein Beweis für die Effizienz und Flexibilität, die durch die Einführung von Odoo ermöglicht wurde. Die schlanken, optimierten Prozesse haben nicht nur die interne Effizienz gesteigert, sondern auch die Kundenzufriedenheit und die Geschäftsflexibilität erhöht.
GIT Stuttgart, Odoo Partner: Als Ihr Unternehmen sich auf die Suche nach einer neuen Software machte, welche Aspekte standen im Fokus?
westaflex: Die Westaflex strebte nach einer stabilen und integrierten Lösung, die flexibel war und für uns relevante Funktionsbereiche und Prozesse abdeckte. Daher war unser Ziel eine offene Standardplattform, die wir als Basis nehmen und an typische Anforderungen aus der Metallbranche anpassen konnten. Schließlich wollte unser Unternehmen – wie wahrscheinlich alle Mittelständler – sein begrenztes IT-Budget so effektiv wie möglich einsetzen und mit dieser langfristigen Investition ein gutes Kosten / Nutzen-Verhältnis erreichen.
GIT Odoo: Gab es bei Ihrer Systemevaluierung etwas, worauf auch andere Unternehmen achten sollten?
westaflex: Die Erfahrung hat gezeigt, dass es bereits bei der anfänglichen Informations- und Orientierungsphase sinnvoll ist, sich mit den unterschiedlichen Softwarekonzepten zu beschäftigen und deren Vor- und Nachteile im Hinblick auf die vorliegende Zielsetzung zu vergleichen. Denn neben den klassischen Standardsystemen gibt es auch viele alternative Ansätze, die für den Mittelstand hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses attraktiv sein können: Individualisierbare Standard-ERPs können beispielsweise ein pragmatischer Weg sein. Solche Lösungen vereinen in unseren Augen die Vorzüge vorhandener betriebstypischer Prozesse mit der Fähigkeit, das System zusätzlich an unternehmenseigene Erfordernisse anzupassen.
GIT Odoo: Demnach setzen Sie eine solche Software ein?
westaflex: Ja. Es handelt sich um Odoo Business ERP auf Cloud Servern. Auf der einen Seite deckt diese Software gängige Geschäftsprozesse und Funktionsbereiche ab, so dass unsere Standardabläufe ohne Veränderungen von vornherein unterstützt wurden. Auf der anderen Seite erlaubt uns die hauseigene Entwicklungsumgebung einen direkten Zugriff auf den Quellcode der Applikation.
GIT Odoo: Was genau war für Ihr Unternehmen an dieser Kombination attraktiv?
westaflex: Dadurch, dass der Quellcode nicht nur für die Berater und Entwickler, sondern auch für die Anwender der Software uneingeschränkt offen ist, können entsprechend geschulte Mitarbeiter direkt darauf zugreifen und jederzeit Änderungen vornehmen. Diese können sowohl kleinere Anpassungen als auch größere, spezielle Eigenentwicklungen sein. Zum Teil lassen sich die Anforderungen sogar ausschließlich mit unternehmensinternen Ressourcen umsetzen, was automatisch die Kosten für externe Unterstützung reduziert. Diese Möglichkeit zur Individualisierung des Systems in Eigenregie bietet einen großen Gestaltungsfreiraum und damit die notwendige Flexibilität. Wir können schnell auf Marktveränderungen reagieren – mit vertretbarem Aufwand.
GIT Odoo: Um welche Art von Anpassungen ging es in Ihrem ERP-Projekt und wie umfangreich waren sie?
westaflex: Die vorgenommenen Systemanpassungen zielten seinerzeit im Wesentlichen auf die gegenseitige Informationsbereitstellung zwischen den Fachbereichen von westaflex ab und beliefen sich im gesamten Projektverlauf auf eine überschaubare Größe an Manntagen, die sich innerhalb der budgetierten Vorgaben befand. Nun ist unser Vertrieb z.B. in der Lage, schnellere und gleichzeitig zuverlässigere Aussagen bezüglich der Lieferfähigkeit gegenüber Kunden zu treffen. Zudem wurden speziell für westaflex Auswertungen entwickelt, die im Standard in der Art nicht zur Verfügung standen. Beispielsweise ist unsere Rückmeldequalität durch die Einrichtung automatischer Schlüssigkeitsprüfungen wesentlich besser geworden. Dennoch muss jede individuelle Anpassung gut überlegt sein, vor allem wegen des potentiellen Aufwands bei Releasewechseln.
GIT Odoo: Wie schwierig oder einfach ist es, diesen Aufwand für Releasewechsel abzuschätzen, wenn das ERP-System im Laufe der Zeit modifiziert wurde?
westaflex: Wir haben erst kürzlich einen Releasewechsel durchgeführt. Als Abo-Vertragskunde haben wir die neue Softwareversion kostenfrei erhalten. Damit beschränkte sich der Aufwand auf die Übertragung unserer individuellen Anpassungen, die von den GIT Odoo-Beratern vorzunehmen war. Um den voraussichtlichen Releaseaufwand einzuschätzen, wendet unser Anbieter eigene Algorithmen an.
In dieser Kalkulation wird berücksichtigt, ob eine kundenspezifische Funktion im Standard verändert (angepasst) oder vollständig neu programmiert wurde. Zudem fließen als Faktoren die Anzahl der Anpassungen sowie deren Auswirkung auf weitere, damit zusammenhängende Bereiche ein – so ist beispielsweise der Release des stark vernetzten Bereichs Disposition umfangreicher als der des Servicemanagements. Die Einschätzung unseres Anbieters vor Projektbeginn hat den tatsächlichen Aufwand recht genau.
GIT Odoo: Welche Schritte waren in Ihrem Releaseprojekt notwendig und was war aufgrund der Individualisierung wichtig?
westaflex: Im ersten Schritt wurde gemeinsam über standardmäßig vorhandene sowie individuell für westaflex implementierte Funktionen und zukünftige Anforderungen gesprochen. Bereits zu Beginn des Relesewechsels war das Thema Reengineering sehr wichtig: Manche von den im Jahr 2024 und folgend speziell für westaflex umgesetzten Features sind mittlerweile im Standard der neuen Version enthalten oder werden nicht mehr genutzt.
Deshalb mussten im zweiten Schritt Prozesse und spezifische Erweiterungen auf ihre Sinnhaftigkeit geprüft und teilweise bereinigt werden. Ich finde, Unternehmen sollten das Reengineering nicht als notwendiges Übel betrachten, sondern als Chance: Damit können sie ihre Lösung und die Prozesse noch schlanker gestalten und ein Mehrfaches an Aufwand in der Zukunft einsparen. Im dritten Schritt fand die technische Umstellung von Daten und individuellen Anpassungen in der neuen Version statt (installierte Testumgebung). Danach erhielt westaflex eine Schulung und führte verschiedene Tests durch. Dabei aufgefallene Punkte wurden vom Anbieter nachjustiert und nach der erneuten Datenübernahme ging die neue Version produktiv.
GIT Odoo: Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrem Projekt gemacht und worauf sollte ein besonderes Augenmerk gelegt werden?
westaflex: Mit Einführung der neuen Odoo 19 haben wir insgesamt deutlich kürzere Durchlaufzeiten (Reduktion um 20 bis 30 Prozent je nach Produktgruppe), einen schnelleren Auftragsdurchlauf (ca. 20 Prozent der Aufträge mehr) sowie schlankere Prozesse erreicht. Auch die Planung und Steuerung der Produktion wurde verbessert und läuft nun effizienter.
Es ist oftmals schwierig, sich und die eigenen Abläufe selbst in Frage zu stellen. Im Hinblick auf zukünftige Releasewechsel ist es dennoch empfehlenswert, immer auch den eigenen Prozess im Unternehmen kritisch zu betrachten und eventuell zu überdenken. An Stellen, die nicht zwingend eine Individualisierung erfordern, sollte man gemeinsam mit allen betroffenen Prozessteilnehmern versuchen, so nah wie möglich am Standard zu bleiben.
GIT Odoo: Unser Rat?
westaflex: Insgesamt würden wir den Odoo ERP-Verantwortlichen bei solch langfristigen Projekten ans Herz legen, die Key-User der Fachbereiche schon zu Projektbeginn einzubeziehen und ausreichend Raum für Wissensweitergabe innerhalb des Teams zu schaffen. Unabhängig vom Thema der Software-Individualisierung empfehlen wir den Einsatz eines integrierten Systems. Unsere Erfahrung hat eindeutig gezeigt, dass eine einheitliche ERP-Landschaft eine höhere Prozessstabilität und bessere Performance schafft: Eine homogene Datenbasis ohne fehleranfällige und zeitverzögernde Schnittstellen zwischen den Insellösungen steigert die Konsistenz von Daten und reduziert den Pflege- und Verwaltungsaufwand.