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Social Media – Investitionsgüterindustrie

Zurzeit bevorzugen insbesondere Vorstände und Geschäftsführer von Industrie-Unternehmen immer noch die Diskussion im kleinen Kreis hinter „geschlossenen Türen“ – die Angst, dass vertrauliche Informationen in die falschen Hände geraten scheint durchaus vorhanden. Dabei spräche hier einiges dafür, den Dialog mit definierten Zielgruppen über Kanäle wie Twitter, Communities oder Business-Plattformen zu führen. Denn richtig eingesetzt und gut abgesichert eröffnen sich hier neue Chancen.

Die Mittel und Wege zur digitalen Interaktion im Unternehmensalltag sind vielfältig – auch hier sind Twitter und Communities oder soziale Netzwerke gut geeignet damit Geschäftsführer mit Mitarbeitern oder Mitarbeiter mit Kunden einen regen Austausch pflegen können. Doch sind die Einsatzmöglichkeiten vielfältig, daher sollte im ersten Schritt der Bedarf im Unternehmen genau analysiert werden.

Diese Ansicht vertritt auch Dr. Peter Westerbarkey, Einzel-Geschäftsführer der Westaflex, Gütersloh – er nutzt bereits einige Medien zur Effizienzsteigerung der internen Kommunikation. „So hat beispielsweise bei uns jeder Außendienstler ein Profil bei Twitter, da dieses Medium überall verfügbar ist und folglich allzeit und auch ad hoc Nachrichten ausgetauscht werden können.“ Kein innovativer Einsatz, eher vergleichbar mit dem vormals genutzten Pieper, aber ein erster Schritt, um die Mitarbeiter an die neuen Medien zu gewöhnen. Natürlich sieht Dr.Westerbarkey ebenso das Potential in der Kommunikation nach außen, denn so kann „der stete Kontakt zum Kunden hervorragend unterstützt werden“. Diese Aktivitäten gilt es jedoch gut vorzubereiten, hier hilft seines Erachtens „die interne Nutzung als Übungsfeld gut weiter“.

Allgemein sieht der Status Quo heute so aus, dass „der Einsatz von Social Media bei den Unternehmen auf Interesse stößt, aber die meisten sich noch im Experimentierstadium befinden“, erklärt Rainer Glatz vom VDMA. Trotz aller Bedenken sollte eines Erachtens dies jedoch nicht auf die lange Bank geschoben werden: Es gibt bereits gute Vorbilder, wie etwa die CNS-Arena. Hier können Unternehmen sich zum Beispiel über Fertigungsprobleme austauschen, moderiert wird der Dialog seitens der Verbände.

Gefahren im Auge behalten

Aber es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Kommunikation teilweise wenig steuerbar ist. „Gut beraten wären Geschäftsführer, wenn sie öfter einmal recherchieren, was im Internet so über ihr Unternehmen berichtet wird“, empfiehlt Wolfgang Straßer, Geschäftsführer der @-yet GmbH. Denn, so seine Beobachtung, „auch einzelne Tweets können eine ganz schön nachhaltige Wirkung hervorrufen – da genügt ein verärgerter Kunde, um den Ruf zu schädigen“. Zudem wird das ganze Unternehmen nach außen transparenter – soziale Plattformen sind teilweise „ein wahres Einfallstor für Headhunter“.

Sensibilisierung hilft zumindest intern

Um zu verhindern, dass die eigenen Mitarbeiter Ruf schädigend agieren, ist es hilfreich, diese im Vorfeld zu sensibilisieren und den offenen Dialog mit Ihnen zu suchen. „Oftmals steckt nicht unbedingt eine böse Absicht dahinter,“ weiß Straßer, „Arbeitnehmer erkennen einfach nicht die Gefahr einer Pflichtverletzung, da sie ihr Verhalten falsch ein- oder die Auswirkungen davon unterschätzen.“ Hier können „Ethik-Richtlinien und klare schriftliche Verhaltensanweisungen ein probates Mittel sein, um die Grenzen des erlaubten Verhaltens aufzuzeigen“.

Fazit

Die Unternehmen haben im Prinzip keine Wahlfreiheit – entweder stellen sie die Inhalte gezielt ein und haben so die Möglichkeit zur Gestaltung der Kommunikation oder aber die Kunden bauen in Eigeninitiative eine Community auf, verbreiten ihre Meinung über Medien wie YouTube und Twitter. Rainer Glatz empfiehlt ersteres, „ein aktive Kümmern mit den richtigen Konzepten“. Dies gilt auch im Sinne von Sicherheit und Datenschutz.

 

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