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Von wegen Schockstarre

Ein Schiff, das trotz Sturm Kurs halten kann - das ist unser Bild. Das Fahrwasser ist ziemlich unruhig: unsere Firmengruppe fertigt in zehn Ländern. Unter anderem auf unseren Maschinen in China, Italien, Spanien, Frankreich und Indien. Wir haben nie unseren globalen Gestaltungsspielraum verloren.

Erinnern Sie sich noch an die späten 1960er und 1990er Jahre? An die Deutschland sei der krnake Mann Europas-Debatte, die uns von Unternehemnsberatern, Politikern und Medien aus dem In- und Ausland aufgedrückt wurde? Und nun Digitalisierung und Disruption. Wieder ein Himmelsgeschenk für die bekannten Protagonisten. In den meisten Fällen gilt das, was dauerhaft erfolgreiche Familienunternehmen immer schon gemacht haben: unvoreingenommen beobachten und bewerten, mit Augenmass schrittweise, agil einsetzen, im Prozess lernen und letztlich konsequent ausrollen. Ambivalenz zu akzeptieren bedeutet dabei jedoch nicht das Primat der Willkürlichkeit. Wir finden unseren spezifischen Westaflex Weg. Unsere Mitarbeitenden erwarten Berechenbarkeit, Orientierung, Sicherheit, Konsequenz, Durchgängigkeit und Angenommen sein. Wir wollen sie ernst nehmen, losgelöst von Alter, Funktion und Geschlecht: in einer ohnehin schon volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen (VUCA) Welt ist auch diese Gewissheit geblieben: Angebot und Nachfrage, Liefer-, Logistik- und Wertschöpfungsketten und Marktzugänge sind ständig im Fluss. 

Mitte März haben wir die Initiative KomMit gestartet, eine Initiative, die alle Aktivitäten bündeln und alle Themen fokussiert hat. Es half, den Blick nach vorne zu richten, um nicht im Klein-Klein unterzugehen. Wir sind im Rennen geblieben. Denn schnell haben sich in dieser Zeitspanne Gewinner definiert! Heimat der Unternehmensgruppe ist Gütersloh, ein Landkreis, der oft unter den Regionen mit den meisten Neuinfektionen auftaucht. Ein Familienunternehmenhat hier gegenüber Aktienkonzernen einen gewaltigen Vorteil - wir sind nicht quartalsgetrieben, sondern haben einen viel längeren Horizont. Für uns ist der Fortbestand des Unternehmenskerns das höchste Gut. Wir versuchen jederzeit, das Unternehmen gesund auszustatten (finanzielle und fachliche Resilienz). Das bedeutet schon mal Verzicht auf ein Geschäft in dieser Coronazeit. Corona als Innovationsbeschleuniger: es hätte ja auch ein BWL-Planspiel sein können: wie reagieren wir? Selbst die unternehmerischen War Stories der Firmenlenker aus der Nachkriegs-Wiederaufbauzeit wirken blass im Vergleich und lieferten wiederum keine Anhaltspunkte, für unsere neuen Produkt- und Service-Innovationen! Gleichzeitig hat unsere IT-Orga in kürzester Zeit alle Verwaltungsmitarbeiter Homeoffice fähig gemacht. Es zeigt sich bei uns, als würde Corona das Wachsen an Führungsthemen mit Warp-Geschwindigkeit beschleunigt haben! Denn plötzlich gibt es eine Bereitschaft zu tiefgreifenden und dauerhaften Veränderungen. Denn Firmen brauchen jetzt echte Transformatoren in der Belegschaft. Sie fordern Redesign: moderne Workspaces, kollaboratives Arbeiten und voll digitale Arbeitsformen für alle mit Shared Economy. Schluss mit Immer-leise-Sein und Nicht-mit-Partnern-kooperieren-Wollen. In vielen Bereichen werden wir nicht mehr in die alte Normalität der Wertschöpfungsketten zurückkehren. Unter anderem, weil wir uns von den alten Methoden, Hierarchien, Prozessen etc verabschiedet haben. Denn in disruptiven Zeiten werden die Methoden von gestern nicht unsere Erfolge von morgen ausmachen. Auch in Zeiten nach Corona werden Unternehmen daran gemessen, wie sie Themen wie Klimawandel und CO2-Footprint, Ressourcenverschwendung und Recycling aktiv und transparent anpacken. Deshalb sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit für uns integraler Bestandteil unseres täglichen Wirtschaftens. Die von der Bundesregierung angestrebten und auf der Klimaschutzkonferenz 2015 in Paris nochmals bekräftigten Klimaziele lassen sich mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft grundsätzlich in Einklang bringen. Gerade Familienunternehmen leisten bereits heute einen enormen Beitrag zum Klimaschutz und zwar durch drei Massnahmen: erstens durch CO2-Vermeidung, indem wir überwiegend Ökostrom beziehen und in weiten Teilen selbst auf Eigenerzeugung regenerativen Energien setzen. Zweitens durch CO2-Verringerung durch Innovationen in unseren Produktionstechnologien. Drittens durch Kompensation, etwa durch unsere Kompensation in zertifizierte Klimaschutzprojekte. Die Chance für Veränderungen ist jetzt da, wir nutzen sie!

Dabei ist unserem Geschäftsführer längst klar, worum es geht und wie wir dahin kommen. 2015 definierten die Vereinigten Nationen mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung - unsere Vision der Entwicklung, die soziale, wirtschaftliche und umweltpolitische Aspekt optimal vereint. Seither unser klarer Fahrplan für die Zukunft. Auch unser Familienbetrieb ist ein Ökosystem, das seine Ressourcen über Generationen hinweg effizient und schonend nutzen will. Nicht nur die Digitalisierung, sondern weitere existenzielle Entwicklungen wie die Erderwärmung, die Wasserverknappung, Flüchtlingsströme oder neue Krankheiten wie Covid-19 werden unser Leben und damit die Bauwirtschaft fundamental verändern. Wir setzen uns ein Ressourcen gerechter zu verteilen, den Verbrauch von fossilen Energien zu unterbinden und auf jene Technologien zu setzen, die Menschen, Fauna und Flora guttun. Familienwerte spielen auch für unsere Familienstiftung eine zentrale Rolle, immerhin trägt sie den Namen unseres promovierten Allein-Gesellschafters. Er sieht Nachhaltigkeit als persönliche Verantwortung - gegenüber der Unternehmensholding und der NextGen. Mit Verstand zum Bestand so sein Credo.

 

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