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Maschinenbau 4.0

Der vernetzten Fabrik und dem Internet der Dinge gehört die Zukunft. Welche Vorteile bringt die vierte industrielle Revolution und wie gestaltet sich der Mensch-Maschine-Dialog? In einem Interview stellen wir uns Ihren Fragen!

Was versteht man unter Industrie4.0 und was erhofft sich die Westaflex Gruppe davon?

Der Begriff an sich beschreibt die intelligente Vernetzung all unser Anwendungs- und Produktionssysteme. Industrie 4.0, auch als vierte industrielle Revolution bezeichnet, wird unser Arbeitsleben ähnlich stark beeinflussen wie die ersten drei industriellen Revolutionen - die Mechanisierung, die Elektrifizierung und die Computerisierung. Es geht in erster Linie darum, die Produktion effizienter, kostengünstiger und flexibler zu machen, um so auch weiterhin die Varianz und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Unser Ziel ist es, die Stückzahl eins eines Produktes so einfach herstellen zu können, wie ein Serienprodukt.

 

Wie sieht so ein individueller Herstellungsprozess für SHK-Produkte aus?

Die Herstellung des zu fertigenden Produktes lässt sich zu jedem Zeitpunkt ändern. Über das Internet kann auch der Fachhandel zeitnah individuelle Anforderungen einbringen. Voraussetzung war, dass unsere Produktionslinien so flexibel arbeiten und unterschiedlichste Produkte auf gleicher Baugruppe fertigen können. Unsere Maschinen konfigurieren sich mittlerweile selbstständig. Informationen sind nicht nur zentral, sondern auch dem jeweiligen Produkt gespeichert. Das sind exemplarisch Daten zu den Materialeigenschaften beim Fertigmaterial, die beschreiben, wie es bearbeitet werden kann. Komplexere Baugruppen informieren darüber, welche Maschinen das Produkt schon bearbeitet haben und welche Bearbeitungsschritt noch notwendig folgen.

 

Wird es auch Veränderungen 4.0 im Mensch-Maschine-Dialog mit sich bringen?

Unsere Mitarbeiter werden ganz bewusst in den Prozess eingebunden. Wir brauchen Menschen in der Fertigung, weil Maschinen ihre Intuition und Intelligenz nicht ersetzen können. Gleichzeitig legen wir Wert darauf, nicht nur noch Experten in der Fabrik zu haben, sondern die Komplexität der neuen Systeme vom Mitarbeiter fernzuhalten. Wenn die Anlagen im Hintergrund immer komplexer werden, müssen wir die Bedien- und Interaktionssysteme verbessern. Unsere Mitarbeiter sollen dirigieren und organisieren, aber nicht die gesamte Komplexität beherrschen müssen.

 

Wir beteiligt sich Westaflex an der Weiterentwicklung von Industrie4.0?

Wir waren von Anfang an Mitglied in Arbeitskreisen und Projekten an der RWTH, Aachen und sitzen in Lenkungskreisen beim VDMA. So können wir die neuesten Erkenntnisse und deren Umsetzung aktiv beeinflussen. Somit erarbeiten wir unter anderem die Referenzarchitektur für die intelligente Arduino Vernetzung. Aber auch bei unseren eigenen Maschinenbau-Produkten zeigen wir bereits heute, in welche Richtung es gehen kann. Zum Beispiel bieten wir Apps für Android Pads, mit denen die Fertigung aus der Ferne überwacht werden kann.

 

Wie sieht die Maschinenbau 4.0 Implementierung praktisch aus?

Industrie 4.0 heisst natürlich nicht, dass wir alles neu machen. Vorhandene Anlagen werden nach und nach umgerüstet. Die Schritte sind evolutionär und erst im Rückblick sehen wir, wie viele Dinge sich verändert haben.

 
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