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Lehrlinge bewerten ihre Unternehmen

Wenn man als Arbeitgeber nicht bekannt genug ist, bekommt man auf einem enger werdenden Markt auch keine Bewerber mehr.

Was die Stellenbesetzung 2012 angeht, steht OWL noch ganz gut da. Zum 1. August, dem offiziellen Ausbildungsbeginn, waren der Kammerbezirk Bielefeld dieses Jahr fast 8000 Ausbildungsverträge gemeldet worden. Doch hat sie auch festgestellt, dass von den 800 freien Ausbildungsplätzen, die in der Online-Lehrstellenbörse der Handelskammer Anfang August noch gemeldet waren, inzwischen 400 verschwunden sind. Nachwuchs in unser Region fehlt vor allem in den IT-Berufen, im Groß- und Außenhandel, unter den Bürokaufleuten und im Hotelbereich. Und für Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, Ausbildungsplätze zu besetzen. Viele machen die demografische Entwicklung dafür verantwortlich, die sinkende Zahl der Schulabgänger. Darüber hinaus stellen die Betriebe fest, dass die Schüler weniger können - da verzichten Unternehmen auch schon mal auf die Besetzung eines Ausbildungsplatzes.

Doch noch hält die IHK die Situation nicht für bedrohlich. Die Betriebe reagieren: Sie haben in diesem Jahr zum Beispiel schon Monate früher als üblich mit der Personalsuche begonnen. Außerdem unterhalten inzwischen 300 Betriebe Partnerschaften mit Schulen in ihrem Bezirk. So versuchen sie, Schüler schon früh für sich zu interessieren. Doch den meisten jungen Leuten fallen erst einmal nur die traditionell populären Berufe ein, ebenso wie ihnen vor allem die großen, bekannten Arbeitgeber in den Sinn kommen.

Dass angehende Azubis gern ausgetretene Pfade gehen, stellen Personalreferenten zunehmend fest. Manche Bewerber haben eine falsche Vorstellung von dem Beruf. Zum anderen fehle es mitunter aber auch an ihrer Ausdrucksfähigkeit und am guten Auftreten. Ein gutes Image nach außen und in den sozialen Medien, wie Facebook hat Einfluss auf die Zahl und die Qualität der Bewerber. Auf den Online-Plattformen für die Azubis geht es darum, wie sie ihren Betrieb wahrnehmen, etwa die Ansprache durch die Ausbilder, deren Freundlichkeit und Fachkenntnis, aber auch wie gut erreichbar die Firma mit öffentlichem Nahverkehr ist.

Was die Unternehmen davon haben? Sie sehen, wie sie im Vergleich zu anderen mit ihrer Azubi-Arbeit dastehen. Außerdem erfahren sie online und direkt, wo bei ihnen Entwicklungspotenzial steckt. Wenn ich als Betrieb schlechte Noten bei der Erreichbarkeit bekomme, kann ich mir überlegen, ob ich einen Shuttle-Service zum Bahnhof einrichte. Das wichtigste Argument für eine Teilnahme am Wettbewerb in sozialen Netzwerken aber ist: "Erhält man das Offenheits-Image, erhöht man damit seine Sichtbarkeit bei den jungen Bewerbern und ihren Eltern.

 

 

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