Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sektionen
Benutzerspezifische Werkzeuge

Gedanken zum BarcampOWL

Als unser BarcampOWL-Team mit den ersten Kontaktaufnahmen an Sponsoren und Diskussion begann, wurde uns schnell klar, dass wir auf dem Weg in gefährliches Terrain waren. Wir hatten jetzt das Gefühl, über die nötigen Instrumente und Erkenntnisse zu verfügen, um handeln zu können - doch zeigen verschiedene Kommentare (LinkedIn, Blogs et.al.), dass ich als sog. Gastgeber die Konsequenzen noch nicht zu Ende gedacht hatte (Echoeffekt der Blogoshäre).

Grundlegende Gedanken: “Veranstalter im Sinne des BGB ist die Gemeinschaft aller Teilnehmer eines Barcamps. Diese private Gemeinschaft ist gleichzeitig Herausgeber und Verantwortlicher im Sinne des Telemedien- und Datenschutzgesetzes. Eine Fokusgruppe im Rahmen der Sponsorensuche kann die regionale Wirtschaft, IHK und Unternehmensverbände sein. Dabei wird unterstellt, dass weitere Fokusgruppen ohne Zugangsbeschränkung, allerdings selbstorganisiert, quasi über Mundpropaganda, sich (ohnehin) dazu gesellen. Unternehmen nehmen als Gast, nie jedoch als Vorteilsnehmer auf die Agenda teil. Ideengeber ist jeweils die nationale Barcamp Organisation in Form einer Stiftung, Vereins o.ä., die es (noch) nicht gibt..... Sie sollte, möglicher- und sinnvollerweise auch gleich eine BC Verhaltens- und Werte-Charta verfassen.”

Grundsätzlich nahm ich zusätzlich an: Barcamper treffen ihre Entscheidungen nicht wie Manager, die darüber nachdenken, mit welchem Zulieferer sie zusammenarbeiten wollen. Sie sind jedoch für unsere Fokusgruppe eine fundierte Alternative zur Generation X-Marktforschung á la Communispace & Co. Speziell das BarcampOWL ermöglicht Beziehungen. Das Angebot zu nutzen liegt an den Teilnehmern.

Business-to-Business Unternehmen, wie Westaflex und westfälisch traditionell verschlossene Familienunternehmen, wie Oetker, Nobilia oder Miele sind durch diese Trends eher noch stärker gefährdet. Die Medien sind nicht mehr ordentlich in kleine Kästchen unterteilt, die Zeitungen, Magazine und Fernsehn heißen.... Diese Fokusgruppe muss sich mit einer Kraft herumschlagen, die sie (bis dato) nicht versteht. Blogger. Diskussionsgruppen. Ebay. Kunden, die ihnen völlig unbekannt waren, bewerten ihre produkte in öffentlichen Foren, mit denen sie (bislang) keine Erfahrung haben und die die PR-Abteilung nicht beeinflussen konnte.

Um unsere Fokusgruppe wie einen Ju-Jutsu-Meister zu befähigen und sie als Sponsoren zu gewinnen, braucht es: einen Veranstalter aus ihren eigenen Reihen. Eine juristische Person nach HGB für Verträge und in Haftungsfragen. Hier bot sich Westaflex an. Nicht um den Charakter von Barcamps zu untergraben, sondern um Sicherheiten zu geben und zur Energisierung der BC Vison beizutragen.

Von Halbtages- oder auch After-Work Barcamps, wie dem Hamburger Addcamp abgeleitet, möchte ich eine neue Subform die Barcamp Essentials ins Gespräch bringen. Mit folgenden Eigenschaften zur Diskussion: auf teures Drumherum (wie aufwendiges Rahmenprogramm, repräsentatives Einlassprocedere, Namensschilder und Vortragsunterlagen) wird einfach verzichtet. Wer einen der (übertragbaren) Karten hat, ist beim Erlebnisvortrag dabei. Das Prinzip heißt “quick and easy”. Eine Art Wissensabo, ähnlich einem Theaterabonnement. Der Zuhörerkreis ist bewusst nicht so exklusiv, wie auf IHK Veranstaltungen. Eine kreative Pause - denn im Unternehmens-Hamsterrad fällt einem in der Regel nichts Geniales ein. Fragen Sie ruhig mal jemanden, der “keine Ahnung” von Ihrem Geschäft hat, nach seiner Meinung. Möglicherweise erschließen Barcamp Essentials ganz neue Fokusgruppe für “die echten Barcamps” an Wochenenden. Der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, auch für bisherige Barcamp Weissrücken....

Meine Lehre: Je mehr Verbindung wir zu Leuten mit vergleichbaren BC Konzeptionen herstellen (können), desto bessere Informationen bekommen wir darüber, wie wir damit umgehen können.

Wer die Ressource besitzt, die Wissen erzeugt, hat Macht. Erfahrene BC Organisatoren, wie Franz Patzig und Stefan Everts haben noch mehr: meinen Respekt.

So wie ich die Idee/Vision Barcamp verstanden habe: “Der Wert dieser Marke gehört dem Markt/der Bewegung, nicht den Unternehmen. Die Sponsoren sind in diesem Sinne ein Instrument zur Erzeugung von Wert für die Marke.... So gesehen lebt die Barcamp Marke nicht in den Unternehmen, sondern außerhalb von ihnen. Wenn ich sage, dass Manager nicht darauf vorbereitet sind, richtig mit der Marke Barcamp umzugehen, liegt das daran, dass sie von ihrer Denkweise her eine geschlossene Struktur managen, nämlich ihre Sponsorenfirma. Die BC Marke ist jedoch eine offene Struktur - und wie man offene Strukturen managt, weiss ich offenkundig (noch) nicht.”

Es gibt nur eine Möglichkeit, das herauszufinden: mit diesem Beitrag zuhören. Das bedeutet aktuelle, kontinuierliche Erkenntnisse on Demand fürs anstehende BarcampOWL Projekt...

 

abgelegt unter: , ,
OliverG am 02.04.2013 16:45
Also Oliver Berger hat es grad bei Facebook auf den Punkt gebracht: ich verstehe auch nicht, was du sagen willst.

Ich weiß auch nicht wie das owlcamp vorher lief, aber egnerell ist nahezu jeer erfahrene Camporganisator bereit den CampCoach zu machen und einen Person/Team bei der Orga zu begleiten.

Manche Fragen (Rechnungen schreiben muss z.B. NICHT zwingend das Barcampteam) kann man auch einfach ignorieren, wenn man ein paar der (legalen) Tricks beherrscht.

Barcampstiftungen oder -vereine, schon gar keine bundesweiten, stehen nicht zur Diskussion. Das wäre das blanke Chaos und massiv kontraproduktiv.

Vielleicht versuchst du mal darzustellen,w as du sagen willst, also:

 Problem:
Lösungsansatz:
Was ging schief?
Was schlägst du vor?

grüße
Oliver
Gene van Bratstorch am 03.04.2013 17:26
Hallo Oliver,

mein Ansatz sind Organisationskonzepte, wie

TwittWoch
Mobile Monday
TEDx und ähnlich.

Habe mittlerweile zahlreich telefoniert, Ideen gesammelt
und feedback bekommen..... so gesehen, war der Post
erfolgreich! Sehen wir uns beim #rp13 ?

LG
Jan
Tag Cloud
Navigation