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AED Lebenshilfe in jeder Ecke

In Gütersloh ist die Ausstattung stark belebter Orte mit den Defibrillatoren bislang sehr mangelhaft. Zwar gibt es bereits einige Geräte, doch ihre Standorte sind bisher nicht systematisch erfasst: Die Gesundheitsbehörde räumte auf telefonische Anfrage ein, dass man nicht sagen könne, wo sich Defibrillatoren bspw. in Firmen befinden.

Die neuen Defibrillatoren haben zwar einen komplizierten Namen, sind aber so leicht zu bedienen, dass sie auch den umgangssprachlichen Namen "Laien-Defibrillatoren" tragen. Eine Sprachsteuerung sagt dem Helfer im Ernstfall genau, was er zu tun hat - Bedienungsfehler sind praktisch ausgeschlossen - automatisierte externe Defibrillatoren, kurz AED genannt.

"Wenn Patient nicht reagiert und nicht normal atmet: Oberkörper frei machen und Elektroden aufkleben", spricht der AED sofort mit männlicher Stimme. "Elektroden auf den entblößten Brustkorb kleben", fährt er fort, bis man seine Anweisungen befolgt. "Ich analysiere." Erkennt der Defibrillator einen gesunden Herzschlag, empfiehlt er: "Kein Schock." Diagnostiziert er aber ein Kammerflimmern, lautet das nächste Kommando: "Schock wird vorbereitet. Zurücktreten. Blinkende Taste drücken."

Vor der Defibrillation schlagen die Herzmuskeln mit 500 statt 70 Schlägen pro Minute und können deshalb kein Blut mehr pumpen. Dieses "Kammerflimmern" ist die Vorstufe zum plötzlichen Herztod. "Der Elektroschock wirkt wie ein Reset beim Computer: Durch ihn zucken alle Herzmuskeln gleichzeitig, entspannen sich und fangen dann wieder kontrolliert und koordiniert zusammen an zu schlagen.

Dabei liegen inzwischen einige Studien vor, die nachgewiesen haben, dass an öffentlichen Orten mit vielen Menschen der Einsatz von AEDs zu einer signifikanten Verbesserung der Überlebensrate von Patienten mit Kammerflimmern führt. Erste Hilfe ist nicht Gegenstand von Investitionsplänen und Alltagsgeschäft.

 
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