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Debian Day Party

Es gibt auch für Debian Linux Bürosoftware, die mit den Microsoft-Programmen vergleichbar ist. Staroffice von Sun ist beispielsweise beim Linux-Programmpaket der Suse AG standardmäßig dabei oder auch kostenlos über das Internet zu beziehen. IBMs Lotus Smartsuite ist bei Behörden sehr verbreitet - und als Shareware auch bei Privatanwendern. Die mit diesen Programmen erstellten Dokumente sind allesamt auch kompatibel zu Microsofts Anwendungen.

Vor 25 Jahren hat Richard Stallman angekündigt, ein komplettes und vollständig freies UNIX-kompatibles Betriebssystem entwickeln zu wollen. Das GNU-Projekt setzt auf Freiheit. User sollen das Recht haben, Software für beliebige Zwecke auszuführen, zu studieren und individuell anzupassen. Kopien sollen frei verteilt und die Software zum Nutzen aller verbessert werden können. Seither ist eine Vielzahl von Linux-Distributionen entstanden, die laut GNU-Projekt und FSF korrekterweise "GNU/Linux" genannt werden müssten. Bereits im August feiert die Distribution Debian GNU/Linux ihr 15-jähriges Bestehen. Aktuell ist das neue Debian Release 6.0 namnes Squeeze bei der Westaflex Gruppe im Einsatz. Die Debian Versionen tragen allesamt Namen aus dem Film Toy Story. Debian hat einen guten Ruf als stabiles und ausgereiftes System in der Linux Welt. Gleichzeitig bildet Debian die Grundlage einiger von kommerziellen Anbietern geschnürter Distributionen (Progeny, Linspire, Xandros, Sun Wah) sowie von Ubuntu und Bruce Perens' (einst Debian Project Leader) User Linux.

Es gibt auch für Debian Linux Bürosoftware, die mit den Microsoft-Programmen vergleichbar ist. LibreOffice ist beispielsweise beim Linux-Programmpaket der Suse AG standardmäßig dabei oder auch kostenlos über das Internet zu beziehen. IBMs Lotus Smartsuite ist bei Behörden sehr verbreitet - und als Shareware auch bei Privatanwendern. Die mit diesen Programmen erstellten Dokumente sind allesamt auch kompatibel zu Microsofts Anwendungen.

Glücklicherweise gibt es zusätzlich noch Knoppix: eine Linux-Zusammenstellung, die sich komplett von einer CD laden lässt - ohne dass die Festplatte angerührt werden muss. Der selbstständige IT-Consultant Klaus Knopper hat die CD zum größten Teil auf Basis der Linux-Distribution Debian entwickelt. Distributionen, die sich von CD booten lassen, gab es zwar schon vor Knoppix - beispielsweise das Cool Linux des Russen Andrew Velikoredchanin oder die Live-Eval CD, die das Nürnberger Softwareunternehmen Suse zu Demonstrationszwecken verteilt. Knoppix setzt hier allerdings neue Standards. Beeindruckend ist die ausgefeilte Hardware-Erkennung, die Knopper entwickelt hat. Das Programm erkennt die Grafik- und Soundkarten, SCSI- wie USB-Geräte verblüffend problemlos.

Diskussionen über das freie Betriebssystem werden meist mit viel Engagement, aber wenig Fachwissen geführt. Hier die wichtigsten Fragen für Einsteiger:

Bin ich ein Realitätsfremder Idealist, wenn ich Linux benutze? Wenn Sie es auf einem Netzwerk-Computer, einem so genannten Server, benutzen: nein. Wenn Sie Windows löschen, um Briefe in Zukunft mit Linux zu schreiben: ja.

Ist Linux kostenlos? Nicht ganz. Es ist eine Open-Source-Software. Das heißt: Jeder darf den Code des Programms kopieren, einsehen und bearbeiten. Es ist auch erlaubt, es weiterzuentwickeln und dann zu verkaufen. Bedingung: Der neue Quellcode muss anderen Programmierern zur Verfügung gestellt werden - so ist es in der Lizenzbestimmung GNU Public Licence festgeschrieben. Vertrieben wird Linux von Firmen wie Red Hat oder Suse - so genannte Distributoren. Diese Unternehmen stellen Programmpakete zusammen, die Distributionen. Sie fügen Installationsroutinen hinzu, schreiben ein Handbuch, packen das Ganze in eine Pappschachtel und verkaufen es. Vor allem aber verdienen sie am Support - und den kriegt nur, wer für eine Linux-Distribution bezahlt hat. Jede Firma bietet ihre Distribution auch zum kostenlosen Download im Internet an. Doch immer mehr gehen dazu über, das Open-Source-Modell aufzuweichen: So werden nur veraltete Distributionen zum Download angeboten oder Gebühren für das Herunterladen von "Vorab-Versionen" verlangt.

Stimmt es, dass Linux stabiler läuft als Windows? Ja und nein. Hier muss man unterscheiden: Der Kern des Betriebssystem ist äußerst robust - ein Linux-System kann mitunter Monate laufen, ohne dass ein Neustart erforderlich ist. Doch niemand betreibt ein Betriebssystem ohne Anwendungen. Um Linux auf einem Desktop-Rechner mit der Maus benutzen zu können, ist eine Benutzeroberfläche wie zum Beispiel KDE nötig.

Lohnt es sich, das Programm auf einem Desktop-Rechner zu installieren? Für Linux auf dem Desktop sprechen die geringen Kosten und die höhere Sicherheit. Neue Distributionen wie Red Hat, Ubuntu oder Suse sind auch für Einsteiger einfach zu installieren. Entscheidend für die Wahl eines Betriebssystems sind auch die verfügbaren Anwendungen: Für die Bereiche Software-Entwicklung, Sicherheit, Netzwerkadministration und Wissenschaft gibt es bei Linux unzählige. Auch gute Bürosoftware ist inzwischen zu haben. So steht das kostenlose LibreOffice Microsofts populärer Bürosoftware in nichts mehr nach. Die Bildbearbeitungssoftware Gimp nimmt es locker mit Photoshop auf - und ist gratis. Einige Gründe, die für Linux sprechen: der nervige Büroklammer-Assistent, die Produktaktivierung und die Sprechblasen-Tipps von Windows.

Ist es sicherer als Windows? Linux wurde von Anfang an als Netzwerk-Betriebssystem entwickelt. Daher bietet es viel komplexere Sicherheits-Einstellungen als Windows, das ursprünglich nur für Arbeitsplatz-Rechner mit einem Benutzer entwickelt wurde. Zudem gibt es nur wenige Viren für Linux - das liegt ganz einfach daran, dass das System noch nicht sehr weit verbreitet ist. Der größte Nachteil der Open-Source-Software - der Wildwuchs von unzähligen verschiedenen Versionen - ist ein Vorteil in Sachen Sicherheit: Da kaum ein Linux-Computer dem anderen gleicht, ist es für Cracker oder Viren schwer, diese anzugreifen. Trotzdem: Linux installieren und ruhig schlafen - so einfach ist es leider nicht. Das Betriebssystem bietet nur dann eine erhöhte Sicherheit, wenn man sich mit der Software beschäftigt und ihre Möglichkeiten zur Konfiguration ausnutzt. Wer Linux einfach mit den Standardeinstellungen auf die Festplatte kopiert, tut nur wenig für die Sicherheit seiner Daten.

Kann man Windows und Linux gleichzeitig auf einem PC betreiben? Wer sich Linux mal angucken möchte, weiterhin aber auch mit Windows arbeiten will, muss beide Betriebssysteme gleichzeitig auf einem Rechner betreiben. Mit einer modernen Distribution wie Ubuntu ist das ohne Probleme möglich - zumindest wenn zuerst Windows und danach Linux installiert wird. Kommen Sie nicht auf die Idee, es andersherum zu probieren. Wer Windows 95, 98 oder Me nutzt, kann einfach die Linux-CD ins Laufwerk schieben und dann den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Erheblich komplizierter wird es für Anwender von Windows NT, 2000, XP oder Vista. Diese nutzen das Dateisystem NTFS, auf das Linux nicht zugreifen kann. Einziger Ausweg: alle Daten auf dem Rechner löschen und Windows neu installieren. Bei der Installation den Windows-Teil der Festplatte - auch Partition genannt - verkleinern. Danach Linux aufspielen.

Wie viele Versionen gibt es eigentlich - und welche ist die beste? Wie viele Distributionen es gibt, weiß wohl niemand so genau - das Angebot ist kaum überschaubar. Die Uneinheitlichkeit der verschiedenen Versionen ist der Hauptgrund, warum viele Unternehmen vor Linux zurückschrecken. So kann es passieren, dass es für eine bestimmte Distribution zwar eine gute Buchhaltungssoftware gibt, aber keinen vernünftigen Personal-Information-Manager - der muss dann erst aufwändig angepasst werden. Ein Versuch, etwas Einheitlichkeit in das Chaos zu bringen, ist die Debian Basis, an der Firmen wie Knoppix, Ubuntu oder Mandrake sich orientieren.

Ich möchte mir Linux einmal angucken - es aber nicht auf meinem Rechner installieren. Im Internet gibt es eine Distribution zum Herunterladen, die ohne Installation von einer CD gestartet werden kann. Einfach auf CD brennen und ins Laufwerk schieben....

Was ist der Kernel ? Der Kernel ist der Kern des Betriebsystems. Seine Entwicklung wird immer noch vom Linux-Entwickler Linus Thorvalds geleitet. Zurzeit sind die Entwickler bei Kernel-Version 2.6.26 angelangt.

Und was sind KDE und Gnome? Diese beiden Programme sind grafische Nutzeroberflächen für Linux, die ein Arbeiten mit der Maus ermöglichen - wie man es von Windows gewohnt ist. Ohne KDE oder Gnome könnte das Betriebssystem keine Grafiken darstellen oder Fenster verwalten. In jeder Distribution ist mindestens eines der beiden Programme enthalten. Sie sind aber nicht die einzigen Benutzeroberflächen. Es gibt zahlreiche weitere, die meist nicht so komfortabel sind, aber auch weniger Speicher fressen. Eine beliebte Alternative ist beispielsweise IceWM.

Okay, ich habe das System installiert. Wo ist das Laufwerk C: ? Wer das Arbeiten mit Windows gewohnt ist und zum ersten Mal vor einem Linux-Rechner sitzt, erlebt einige Überraschungen. Laufwerksbuchstaben wie A: oder C: gibt es nicht - stattdessen einen einheitlichen Baum von Verzeichnissen und Unterverzeichnissen, in den die Dateien auf Disketten, Festplatten und CD eingewoben sind. Noch ein Fettnäpfchen: Verzeichnisnamen werden nicht mit einem Backslash (\) sondern mit einem Slash (/) getrennt. Zudem wird bei Dateibezeichnungen zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

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