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Besser im Fachhandel gekauft

Auf den ersten Blick waren die Preissenkungen erfreulich für die Bauherrn: Weniger für Baustoffe, Badewannen, Ersatzfilter und Armaturen ausgeben zu müssen, ist angenehm - vor allem in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.
Die Strategie der Web-Discounter und zahllosen SHK-Online-Shops ist nicht aufgegangen. Die Bauherrn und Do-it-yourself Handwerker haben sich nicht in Scharen von den Preissenkungswellen von OBI & Co. anlocken lassen. Wie die neuen Umsatzzahlen zeigen, sind die Marktanteile der Online-Auktionen und SHK-Shops erstmals seit vielen Jahren gesunken. Das ist überraschend - und dürfte viele Hersteller beruhigen. Denn die Marktmacht von OBI, Max Bahr, Bauhaus und Co hat im vergangenen Jahrzehnt ohnehin enorme Ausmaße angenommen und hält sich längst nicht mehr an die angestammten regionalen Vertriebsgebiete.

Und was die Qualität der Produkte angeht, so hat mancher Test gezeigt, dass die Eigenmarken der Discounter Markenartikeln teils sogar unterlegen sind. Daher ist die Marktmacht der Billigsanitärhändler offenbar vielen Menschen unheimlich geworden. Falschauslegungs-Skandale, Baumängellisten und Berichte über die schlechte Behandlung im Garantiefall haben alte Vorurteile bestätigt. Anstatt permanent die Preise zu senken, sollten die SHK-Discounter an ihrer Außenwahrnehmung arbeiten. Hier haben die regionalen DG Haus Fachgrosshändler erste Schritte in die richtige Richtung Marke eingeleitet. Es bleibt zu hoffen, dass diese nachhaltig sein werden.
 
Damit wäre auch sichergestellt, dass der Preisdruck nicht die Vielfalt in der SHK-Fachhandelslandschaft zerstört. Wenn Lieferanten, Handwerker und auch Angestellte am permanenten Sparzwang verzweifeln, dann hat das auch für den Bauherrn massive Nachteile. Schließlich ist selbst der niedrigste Preis Vergangenheit, wenn er seinen Zweck erfüllt und die kleineren Wettbewerber aus dem Weg geräumt hat....
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